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Uke33 – Kunst og landscape

Spur

In diese Woche habe ich mich mit dem Text „Spur und Aura“ von Walter Benjamin auseinandergesetzt:

„Die Spur ist Erscheinung einer Nähe, sofern das sein mag, was sie hinterließ. Die Aura ist Erscheinung einer Ferne, so nah das sein mag, was sie hervorruft. In der Spur werden wir der Sache habhaft; in der Aura bemächtigt sie sich unser.“ (Aus: W. Benjamin, „Das Passagen-Werk“)

„Schon ist mein Blick am Hügel, dem besonnten,
dem Wege, den ich kaum begann, voran.
So faßt uns das, was wir nicht fassen konnten,
voller Erscheinung, aus der Ferne an —“
Rainer Maria Rilke

2015 Øyedyret til Rosenhagenstien
Das Augentier und der Wildrosensteg.

Notizen: Der Ort ist ein verwilderter Wildrosengarten und links davon ein kreisrunder Grashügel umringt mit Vogelbeerbäumen. Einen Vogelbeerbaum haben wir gefällt, entästet und den Baumstamm in zwei Teile gesägt. Die Krone lege ich parallel zum unteren Stamm auf den Grashügel. Der untere Stamm lege ich in den Rosengarten hinein. Es entstanden zwei Bewegungen einen Aufsteigende- und eine Hineinführende Linie. Die Aufsteigende Gestik des Hügels und des Stammes nehme ich auf, um mit den Ästen etwas Steigendes zu binde. Die Äste mit den Schnittaugen nach vorne. Das Augentier entsteht langsam!
Visavi im Rosengarten baue ich einen Steg der in den Rosengarten hineinführt. Durch das herausschneiden des toten Holzes wird der Rosengarten immer lichter und lichter. Das Augentier und die Dornigen Rundbögen des Rosengartens kommen einander näher.
Das Vorhaben kommt ganz am Schluss. Die Idee bleibt weg. Der Wille erwacht.

Aus der Johannesoffenbarung – Ein jegliches der vier Tiere hatte sechs Flügel und sie waren aussen herum und innwendig voll Augen und sprachen: heilig heilig heilig ist Gott der Herr der Allmächtige, der da war, der da ist und der da kommt.