Uke33 2016 – kunst und landskap

Thema „Spur“

Ich habe mich diese Woche mit dem Text „Spur und Aura“ von Walter Benjamin auseinandergesetzt:

„Die Spur ist Erscheinung einer Nähe, sofern das sein mag, was sie hinterließ. Die Aura ist Erscheinung einer Ferne, so nah das sein mag, was sie hervorruft. In der Spur werden wir der Sache habhaft; in der Aura bemächtigt sie sich unser.“ (Aus: W. Benjamin, „Das Passagen-Werk“)

 

 

„Schon ist mein Blick am Hügel, dem besonnten,
dem Wege, den ich kaum begann, voran.
So faßt uns das, was wir nicht fassen konnten,
voller Erscheinung, aus der Ferne an —“
Rainer Maria Rilke

 

Projekt Hyvelspan 2015 – Reins Kloster, Rissa

Das Projekt „Hyvelspan“ (Holzspön) ist ein internationales Kunstprojekt intiniert von dem DUO Stensöta mit Karin Wiberg, Geige und Ellen Sjö Sander, Marimba

Die Teilnehmenden kommen aus verschiedenen Kunstfachrichtungen und aus verschiedenen Ländern: Zwei Musikerinnen, Karin Wiberg, Geige und Ellen Sjö Sander, Marimba beide kommen aus Göteborg Schweden, Ingrid Becker, Flechter, Stadsbygd Norwegen, Sonja Borer, Malerin, Laufen Schweiz, Sarah Svärdsén, Filmemacherin Malmö Schweden und 2 Komponisten Tebogo Monnakgotla und Ellen Linquist, USA

Die Komponistinnen haben den Auftrag neue Musik zu komponieren für Geige und Marimba. In den Kompositionen sollen die anderen Kunstfachrichtungen mit einbezogen werden. Die Idee ist, dass wir uns 3 mal treffen an verschiedenen Orten und 4 Tage zusammen forschen. Am Ende eines Workshops wird für das Publikum das Erarbeitete vorgetragen werden.

Projektbeskrivning Hyvelspån Gbg projektstöd sept 2015 (pdf)

 

  1. Worshop im August 2016 bei Reins Kloster in Rissa, Norwegen
    In der jahrhundertalten Garten – Wald Anlage gibt es einen sehr alten Baumbestand – sehr inspirierend. Von Sarah Svärdsén hat den gesamten Workshop gefimt und das wichtigste Bildmaterial ist bei dem DUO Stensöta.

 

 

Reinskloster – Improvisationen
Aquarell auf Kreide auf Stoff auf Holztafel
40x30cm

 

 

Pfingstfestspiele 2016 – 4 x Wand

Freitag, 13. Mai 2016
19 Uhr Der Moment in dem die Bilder auftreten.
Drei  Bilder zum Thema – Nach den Wiesen –
Künstlergespräch mit Sonja Borer

20 Uhr Konzert
‹Geheimnisse auf dem Wege› Ensemble Chrotonía Klang/Sprache/Bewegung
Carla Linné, Johanna Lamprecht, Aina Aasland
Das Ensemble chrotonía bringt nordische Lyrik in einen klingenden Dialog. «Ich stand in einem Raum, der alle Augenblicke enthielt» heißt es bei dem schwedischen Dichter Tomas Transströmer: eines der Geheimnisse auf dem Wege, das die drei Künstlerinnen improvisierend in Zeit und Raum übersetzen werden.

Pfingstspielprogramm pdf

Künstlerinnen und Künstler, eine Wand und keine Gruppenausstellung
von Julitta Krebs

4 x Wand, so lautet der Titel der Ausstellung, die während 4 Tagen, die das diesjährige Pfingsfest dauert. Eine Ausstellung die keine Gruppenausstellung ist, obwohl die täglich sich wechselnden Werkgruppen durch 4 Maler/Innen geschaffen wurden. Eine Ausstellung trifft auf? Worauf wollen wir, mit dem zeigen der Gemälde nur auf einer Wand und dann noch bloss an einem Tag, hin? Können wir wagen, durch die Kürze und die Konzentraion auf eine begrenzte Werkgruppe die Eindringlichkeit zu steigern? Die Einsicht, dass an einem Festspiel, an dem die Zeitkünste vorherrschen, Bilder im Räumlichen verstummen und in die Wand zurücktreten können, liess uns die Idee fassen, ihnen ein Hervortreten zu ermöglichen, indem wir ihre Anwesenheit auf einen Tag begrenzen. Heute sind sie da!
Die Aufmerksamkeit, wenn sie gelingt, wird ihre ganz eigene Zeitlichkeit finden und im vertiefenden Schauen, die Gemälde erschliessen.
Die KünstlerInnen:
Gäste aus Ungarn sowie die Werkschaffenden Sonja Maria Borer, Barbara Maurer, Sabina Blaser. Die drei Letztgenannten sind seit ihrem jeweiligen Studienabschluss als Künstlerinnen tätig und realisieren die Ausstellung für die Pfingstfest-Spiele vom 13.-16. Mai gemeinsam mit uns.

 

2016 Maleri Utstilling Blomstereng

Utstilling 4. mars til 27. mai 2016 alle fredager kl. 14-22
Englegalleriet, Leira. 7100 Rissa. Sør-Trøndelag

Tekst til bildene Blomstereng Hva ser vi når vi står i en eng?  I nærheten ser vi et virvar av gress, blomster og blader og i fjerne ser vi en eng. Men begge ser vi ikke helt til enden.  Prøver vi å oppfatte det virvar av gress og blader mister vi oss selv og vi ser ikke slutten.  Prøver vi å gripe en fjern eng, løser engen seg opp og svinner bort.  Gjennom denne sansingen maler jeg hva jeg ser: en sammenheng av et virvar og en oppløsende sammenheng.

En farge som utgangspunkt
Her begynte jeg med en farge som utgangspunkt og søkte en bestemt kvalitet av denne fargen med en fri komposisjon.

 

 

Alles grün
Die Wiesen ziehen leise das sanfte grün mit fort
und führen wieder her das grün,
bald ist es nah bald ist es wieder weit,
so weit, dass sich in mir die Angst, die Sehnsucht regt.
Und Sehnsucht ist doch tot und Bangen ist doch tot.
Die Wiesen ziehen leis die tote Angst heraus
aus meinem Herzen, dann wird wieder alles still.
Und alle Welt seh ich mit schönen Wiesen voll
Ich mag auch schauen, wohin,
mit grünen Wiesen voll und nur mit grün,
mit grün, das treulich stille hält,
ist voll die ganze Welt. / Robert Walser

Uke33 2015 – kunst og landskap

Øyedyret til Rosenhagenstien/ Das Augentier und der Wildrosensteg.

Notizen: Der Ort ist ein verwilderter Wildrosengarten und links davon ein Kreisrunder Grashügel umringt mit Vogelbeerbäumen. Einen Vogelbeerbaum haben wir gefällt, entästet und den Baumstamm in zwei Teile gesägt. Die Krone lege ich parallel zum unteren Stamm auf den Grashügel. Der untere Stamm lege ich in den Rosengarten hinein. Es entstanden zwei Bewegungen einen Aufsteigende- und eine Hineinführende Linie. Die Aufsteigende Gestik des Hügels und des Stammes nehme ich auf, um mit den Ästen etwas Steigendes zu binde. Während dem binden sehe ich auf einmal die vielen Augen. In alle Richtungen sehen sie, sie sind kaum zu bändigen. Das Augentier entsteht langsam!
Visasvis im Rosengarten baue ich einen Steg der in den Rosengarten hineinführt. Durch das herausschneiden des toten Holzes wird der Rosengarten immer lichter und lichter. Das Augentier und die Dornigen Rundbögen des Rosengartens kommen einander näher.
Das Vorhaben kommt ganz am Schluss. Die Idee bleibt weg. Der Wille erwacht.

Aus der Johannesoffenbarung – Ein jegliches der vier Tiere hatte sechs Flügel und sie waren aussen herum und innwendig voll Augen und sprachen: heilig heilig heilig ist Gott der Herr der Allmächtige, der da war, der da ist und der da kommt.

 

11. März 2015 – Fukushima

Die beiden kleinen Porträts sind in Gedanken an den Menschen in Japan, gemalt kurz nach dem Tsunami. Sie begleiten die gesamte Gedenkfeier an verschiedenen Orten.